Teil eines Werkes 
4. Theil (1858)
Entstehung
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Geliebte einem Verſöhnungsanerbieten von ihm kein Gehör ſchenken werde.

Welch eine Veränderung! Er ſetzte ſich nun ganz allein zu ſeinen kleien Mahlzeiten nieder. Keine ſüßen, weichen Stimmen ſchlugen nach den Anſtrengungen des Tages an ſein Ohr.

Seine Wirthin brachte ihm einen Brief von Damenhand geſchrieben. Sein Herz hüpfte; als er die Schrift aber ge⸗ nauer anſah, ſah er ſich in ſeiner Erwartung getäuſcht. Die Hand hatte viel Aehnlichkeit mit Laura's, aber es war nicht die ihre.

Es waren, wie ſich ergab, drei Zeilen von Joſephine, die ihn erſuchte zu ihr zu kommen, weil ſie mit ihm zu ſpre⸗ chen wünſche.

Er machte ſich ſofort auf den Weg.

Joſephine war in der Plaiſance.

»Was hat ſie Ihnen denn gethan, lieber Freund? be⸗ gann ſie in freundlichem Tone.

»Hat ſie es Ihnen nicht erzählt, Madame Raynal?«

»Nein.*

»Aber ganz gewiß hat ſie Ihnen geſagt, was ich zu ihr ſagte,« fragte Eduard mit unruhigem Blick.

»Nein, ſie iſt widerſpenſtig. Sie will mir nichts ſagen und deshalb fürchte ich, daß ſie Schuld ſey.«

»O wenn ſie ſich nicht ſelbſt anklagt, ſo werde ich ſie ganz gewiß nicht anklagen. Ich glaube, ich bin zu tadeln, denn es iſt nicht ihre Schuld, wenn ich ſie nicht bewegen kann, mich zu lieben.«

Aber Sie können es, denn ſie liebt Sie.«

Ja, aber Andere liebt ſie mehr und ſie macht mir auch keine Hoffnung, daß es jemals anders ſeyn werde. Sie ſind