ſchen Muskete abgefeuert worden ſehn,« ſagte der Gouverneur.
„Können Sie dies da leſen?« fragte der Zerlumpte weiter und zeigte dem Gouverneur eine lange Schramme an ſeinem andern Arm.
„Dieſe Wunde rührt wohl von einem Meſſer her?« ent⸗ gegnete der Gouverneur.
„Sie haben Recht, Herr General, von einem ſpani⸗ ſchen Meſſer. Können Sie dies da leſen?« und ſein Hemd öff⸗ nend zeigte er eine noch friſche, blutige Wunde in ſeiner Bruſt.
„Was Teufel!« rief der General.
Der Verwundete zog wieder ſeinen zerlumpten Rock an, und ſtand aufrecht, ſtolz und ſchweigend da.
Der General ſah ihn an, und erkannte, daß ein großer Geiſt in dieſem Manne wohne. Je mehr er ihn anſah, deſto weniger waren die Lumpen im Stande, ſeinem geübten Auge den Helden zu verhüllen.
„Es muß hier ein Irrthum obwalten,« ſagte er;„ent⸗ weder ſehe ich nicht recht oder bin nicht im Stande einen Sol⸗ daten von einem—*
„Sprechen Sie das Wort nicht aus, General; Ihr eigenes Herz würde dadurch verwundet werden.«
„Hm! ich muß dieſe Sache ſofort erörtern. Nehmen Sie Platz, Capitän, und erzählen Sie mir, was Sie ſo viele Jahre lang gemacht haben.*
„Ich habe gelitten.
„Was! dieſe ganze Zeit?«
„Ohne Unterbrechung.« „Aber was denn? Was haben Sie gelitten?« „Kälte, Hunger, Finſtermß, Wunden, Einſamkeit,
»Hm! dieſe Kugel kann ſchwerlich aus einer franzöſi⸗


