Teil eines Werkes 
3. Theil (1858)
Entstehung
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Commandoton imponirte. Die Soldaten ſchulterten langſam ihre Musketen, verriethen aber durch ihre Mienen immer noch Zweifel und Unruhe. Der Zerlumpte ſah dies und lächelte ſtolz. Er ſtreifte die Aermel auf, zeigte ſeine Handgelenke und richtete ſich noch höher empor.

Die Schildwachen ſchulterten nun ſchulgerecht und nah⸗ men dann gleichzeitig Gewehr beim Fuß.

»Paſſiren Sie, Capitän!*

Der Zerlumpte zog die Klingel. Ein Diener kam und betrachtete ihn mit Entſetzen und Verachtung. Er nannte ſei⸗ nen Namen und verlangte den Gouverneur zu ſprechen.

Der Diener ließ ihn in der Hausflur ſtehen und ging hinauf, um es ſeinem Herrn zu melden. Als er den Namen nannte dachte der Gouverneur eine Weile nach, runzelte die Stirn und befahl dann ſeinem Diener, ihm ein gewiſſes Buch herabzulangen. Er ſchlug darin nach.

»Ich dachte es mir« ſagte er.Iſt Jemand bei ihm?6

»Nein, Herr Gouverneur.«

Lade meine Piſtolen, lege ſie auf den Tiſch, ſtelle das Buch wieder an ſeinen Ort, führe den Mann herauf und laß' eine Wache vor die Thür ſtellen.«

Der Gouverneur war ein ſtrenger Veteran mit großer breiter Stirn, buſchigen Augenbrauen und durchbohrenden Augen. Er ſtand nicht auf, ſondern ſtützte ſein Kinn auf die Hand und den Ellbogen auf den Tiſch und betrachtere ſo den Eintretenden mit unverwandtem, ſeltſamem Blicke.

»Wir erwarteten nicht, Sie wieder diesſeits der Pyre⸗ näen zu ſehen,« hob er an.

Ich hätte dies ſelbſt nicht erwartet, Herr Gouverneur.« »Was wollen Sie von mir?«