Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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» Gynadge Frau, es iſt ein junger Herr da, der eine Bitte bei Ihnen anbringen möchte kommen Sie herein, mein Herr. Aber, gnädiges Fräulein, wo iſt denn die Frau Baronin?«

»Meine Mutter iſt auf der Terraſſe, Jaeintha,« ſagte Joſephine.

»Ich will ſie ſuchen nehmen Sie einſtweilen Platz, mein Herr.*

Eduard begann einige Entſchuldigungen zu ſtammeln. »Ich kann in der That kaum wagen, die gnädige Frau Ba⸗ ronin und Sie, meine Fräuleins, wegen einer ſolchen Klei⸗ nigkeit zu incommodiren.«

»O, Sie incommodiren uns durchaus nicht, mein Herr,« ſagte Laura.Sie ſehen, daß wir ganz ruhig fortarbeiten, als ob gar nichts geſchehen wäre.«

»Das iſt ſehr ſchmeichelhaft, Fräulein Laura.«

Joſephine warf ihrer Schweſter einen verweiſenden Blick zu und ſagte dann:

»Wohlan, mein Herr, ich glaube, ich kann Ihnen im Voraus verſichern, daß unſere Mutter einem Manne, den wir immer als unſern Freund betrachten müſſen, nichts ab⸗ ſchlagen wird.«

Wer lieben will. I. 1