Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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9

Ich will Ihnen blos ſagen, daß Sie in hoher Gunſt ſtehen und daß ich glaube, Sie können einen Beſuch wagen,« ſagte Jacintha.

»Wie? Bei der Baronin?

Warum nicht? Wir werden ihr früher oder ſpäter doch auch eine Rolle mit zutheilen müſſen.«

»Aber ich wollte ihr ſchon einmal meine Aufwartung machen und ward mit Verachtung zurückgewieſen.

»Ha, ha, ha! Ich weiß recht wohl, wie Sie kamen, um uns Ihre Gunſt anzubieten. Wohlan, ich will Ihnen nun ſagen, daß Sie in Beaurepaire eine weit beſſere Rolle ſpielen können als dieſe. Verlangen Sie lieber eine Gunſt von uns und kommen Sie mit dem Hute in der Hand. Wir lieben

es. Bitten zu gewähren wir ſind daran gewöhnt, pflegen aber nichts von Andern anzunehmen.*

»Aber was ſollte ich mir erbitten?«

»O was Sie wollen! Es kommt blos darauf an, daß es klingt wie eine Bitte.«

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Ich weiß es ich werde um die Erlaubniß bitten, auf dem Reviere von Beaurepaire jagen zu dürfen.«

»Sehr gut. Und dadurch erhalten Sie zugleich einen Vorwand, mir manchmal wieder ein Rebhuhn zu ſchenken,« ſagte ſie, denn ſie verlor ihr Küchendepartement niemals aus den Augen.»Alſo kommen Sie vorwärts!«

»Was? jetzt? dieſen Augenblick? Darauf bin ich nicht vorbereitet. Das Herz pocht mir gewaltig, wenn ich nur daran denke.«

»Ach dummes Zeug! Die Baronin und der Doctor ſind