Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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»Sie hatte ein Mittel erſonnen, um meine Wünſche mit der furchtbaren Etikette zu vereinigen, welche hier herrſcht.«

»Sie ſieht weiter als Sie ſo viel iſt klar.« 8

»Es bleibt mir weiter nichts übrig, als ſie um Verzei⸗ hung zu bitten und meine Zuſtimmung zu geben ich will ihr ſogleich nacheilen.« F

»Nein, das werden Sie nicht,« rief Jacintha und fa ihn mit ihrer ſtarken Hand am Arme.Wollen Sie ſich ru⸗ hig verhalten? Iſt ein dummer Streich an einem Tage nicht 8 genug? Wenn Sie ihr jetzt zu nahe kommen, ſo wird ſie Sie beleidigen und dem Doctor befehlen, nicht mit Ihnen zu ſprechen.«

»O Jacintha, wie groß iſt weibliche Bosheit!«

»So lange ſie dauert. Zum Glück dauert bei uns nichts lange. Empfangen Sie daher ihre Befehle von mir.«

»Ja, General,« ſagte der junge Mann, indem er mit militäriſcher Geberde den Hut berührte.

»Kommen Sie ihr nicht eher wieder zu nahe, als bis Sie die Bekanntſchaft des Doctors gemacht haben, was ſich ſehr leicht thun laſſen wird. Er geht jeden Tag zwei Stunden lang auf der öſtlichen Landſtraße ſpaziren mit den Füßen in den Waſſerpfützen und mit dem Kopfe in den Wolken.«

»Aber wie ſoll ich ihn denn aus den Wolken herunter⸗ holen?«

»Mittelſt des erſten beſten ſchwarzen Käfers, den Sie finden.«

»Mittelſt eines Käfers?«

»Ja wohl. Sobald Sie einen ſehen, ſo haſchen Sie ihn. Tragen Sie ihn, um ihn gleich bei der Hand zu haben, im⸗ mer mit ſich im Taſchentuche herum, und wenn Sie dann dem Doctor begegnen, ſo machen Sie ein ernſthaftes Geſicht und