Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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Ach, mein Herr,« rief Joſephine,was iſt denn ge⸗ ſchehen?

Wir haben einen kleinen Unfail gehabt, Fräulein, wei⸗ ter nichts. Dard hat ſich den Fuß beſchädigt es iſt nicht der Rede werth, aber ich glaubte, es wäre am beſten, wenn er zu Hauſe wäre.«

Laura hob den Rock in die Höhe, welchen Rivière trotz Dard's über den Fuß* und nahm ihn weg.

O mein Gott, er blutet! Dard bluter! Ach, mein ar⸗ mer Dard!

Still, Laura, ſtill!« rief Joſephine.

Machen Sie ihm nicht Angſt, mein Fräulein,« ſagte Rividre.Hier, Dard, trinkt noch einen Schluck. Wenn Sie erlauben, meine Damen, ſo will ich ihn ohne Verzug nach Hauſe ſchaffen.«

Jo, ja, aber er braucht auch einen Arzt,« rief Joſe⸗ phine.»Ach, warum ſind wir ſo arm und haben weder Pferde noch Leute, um Hilfe herbeizuholen wie ſonſt?«

Fürchten Sie nichts, mein Fräulein. Dard ſoll binnen weniger als einer Stunde den beſten Wundarzt aus dem gan⸗ zen Diſtrict an ſeinem Bett ſehen. Die Stadt iſt ja nicht gar ſo weit.

Haben Sie denn ein Pferd?

Nein, aber ich bin ein ſo guter Läufer, wie es mei⸗ lenweit in der Runde keinen beſſern geben kann. Binnen einer halben Stunde bin ich in der Stadt und ſchicke den in vollem Galopp heraus.*

Ach, der Himmel ſegne Sie, mein Herr Sie haben ein gutes Herz!« rief Joſephine.

Ja, der Himmel ſegne ihn!« wiederholte Laura.