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ſich ehrerbietig, ſie dankten ihm durch eine leichte Verbeugung und er ging weiter und verwünſchte ſeine Feigheit.
„Ich muß Jaecintha ſprechen, ſagte er bei ſich ſelbſt. Er machte einen langen Umweg, denn ſein Zweck war, an eine Stelle zu gelangen, wo er von der Küche aus geſehen werden könnte.
Mittlerweile fand zwiſchen den beiden Schweſtern das folgende kurze Zwiegeſpräch ſtatt:
„Er iſt ganz blaß geworden,« hob Laura an.»Wie ſchade!*
„Wer denn?“ fragte Joſephine.
„Der junge Mann, welcher ſo eben an uns vorüber⸗ ging. Bemerkteſt Du nicht, wie blaß er geworden? Er iſt krank geweſen. Er thut mir wirklich leid.«
„Wer iſt er denn?“
„Wer er iſt, weiß ich nicht, aber was er iſt, das weiß ich.*
„Und was iſt er denn?“
„Er iſt ſehr hübſch und begegnet uns öfter, als mir na⸗ türlich zu ſeyn ſcheint. Und nun fällt mir ein,« ſagte Laura mit ſchelmiſchem Ausdruck,„daß ich eine ſchöne Schweſter habe, und daß ich, wenn ich ſie nicht einſperre, vielleicht einen Nebenbuhler in ihrer Zuneigung bekomme.«
„Was ſchwatzeſt Du da, Kind!« rief Joſephine.„Ueber⸗ dies ſchien ja dieſer junge Mann noch ein pures Kind zu ſehn!*
Laura warf den Kopf empor und einen argwöhniſchen Blick auf Joſephinen.
„O mein Fräulein, es gibt ſowohl frühreife Kinder als auch ſpätreife. Mittlerweile werde ich Euch Beide jedenfalls ſcharf im Auge behalten.*


