Gegn das Ende des letztvergangenen Jahrhunderts wohnte der Baron von Beaurepaire auf ſeinem in der Bretagne ge⸗ legenen Schloſſe dieſes Namens. Seine Familie war unge⸗ hener alt. Sieben Barone hatten ſchon nach einander auf dieſem Punkte Frankreichs florirt, als ein jüngerer Sohn des Hauſes ſeinen Nachbar, den Herzog der Normandie, auf ſei⸗ nem Einfalle in England begleitete und durch Verleihung eines Stückes Land belohnt ward, auf dem er ſofort einen Gra⸗ ben grub und ein Schloß baute, welches er ebenfalls Beaure⸗ paire nannte. Die würdigen Eingebornen verſtümmelten die⸗ ſen Namen ohne Zögern in„Borreper.*
Seit dieſem Tage hatten mehr als zwanzig Barone der⸗ ſelben Abkunft nach der Reihe das Stammſchloß mit den dazu gehörigen Ländereien beſeſſen und es auf den gegenwärtigen Herrn vererbt.
So in ſeiner heimiſchen Bretagne wurzelnd, war Henri Lionel Marie St. Quentin von Beaurepaire ſo glücklich, wie irgend ein Menſch geprieſen werden kann, ehe er ſtirbt. Er beſaß Geſundheit, hohen Rang, ein gutes Einkommen, ein ſchönes Gut, ein ſtattliches Haus, ein liebendes Weib und zwei liebenswürdige junge Töchter, die mit inniger Liebe S Verehrung an ihm hingen.
Wer lieben will. I.


