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„Sie haben die Freundlichkeit mein Rechtsan⸗ walt zu ſein!“— ſagte ſie, blaß wie der Tod.
„Ja!“— fuhr Günzer fort.—„Allein ich bin zu gleicher Zeit auch Stadt⸗ und Rathsſchreiber zu Straßburg, ein Mann... der ein ſehr ſchönes Vermögen aufweiſen kann... und. ledig!“
„Aber was hat das mit unſerer Angelegenheit zu thun?“
„Sehr viel! Ich verpflichte mich Ihnen Plobs⸗ heim zu erhalten, wenn... wir gemeinſame Sache machen... das heißt mit einem Wort wenn Sie mir Ihre Hand als Gattin reichen!“
Ein leiſer Schrei entfuhr bei dieſen Worten der Wittwe. Alma's Warnung flog durch ihre Seele. O Gott! o Gott!... den Hügel, der ihres geliebten Gatten Hülle barg, deckte noch friſcher Raſen... und.. Günzer... der Sohn eines Ehrloſen, der Neffe eines Falſchmünzers. der, durch ihre Familie aus dem Staube Emporgezogene, wagte es
nicht nur um ihre Hand anzuhalten! nein! es lag ja jetzt klar am Tage: der Elende warb um ſie, um ſich in den Be⸗ ſitz der Herrſchaft Plobsheim zu ſetzen.
Das war zu viel für ein einfaches ſchlichtes red⸗ liches Herz;... zuviel für eine Dame, wie Frau


