mit klopfendem Herzen zugehört. Auch ſie ängſtigte jetzt die Lage der jungen Frau;... aber ihr Herz ſchnürte noch etwas Anderes zuſammen: Der Ge⸗ danke, daß die ganze Angelegenheit in Günzer's Händen liege.
Günzer— von deſſen verrätheriſchen Abſichten in Beziehung auf Straßburg man in der Familie Frantz moraliſch überzeugt war, wenn man ihm auch bis jetzt noch keine Schurkerei beweiſen konnte;.. der ſich gegen Hugo von Zedlitz ſo ſchändlich be⸗ nommen— Günzer war Alma ein Gräuel. Er hatte für die unſchuldige, reine und kindliche Alma etwas Dämoniſches.
Aber durfte, konnte ſie hier etwas gegen den Mann ſagen, der ſeit Jahren das ganze volle Ver⸗ trauen der Familie beſaß? Auch war ja hier wohl nichts von ihm zu fürchten, da zahlloſe Wohlthaten ihn an dieſe Familie banden.
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Alma kämpfte lange in ihrem Innern.
Es war etwas wie eine dunkele, dumpfe, pein⸗ liche Ahnung mit dieſer Mittheilung über ſie ge⸗ kommen.
Es war ihr, wie Jemanden, dem eine innere unabweisbare Ueberzeugung ſagt: es brennt im Hauſe! und der, ob er will oder nicht,„Feuer!“ rufen muß,. wenn er auch keines ſieht.


