Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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Unten, im Garten ſelbſt, ſpielten in ſchattiger Laube— überwacht von einer älteren Frau— die Kinder.

Alles athmete Friede, Ruhe, ſanfte behagliche Heiterkeit, nur in der jungen Wittwe Zügen lag, neben dem bereits ruhiger gewordenen Schmerz, ein recht ſorgenvoller Ausdruck.

Alma hatte dies wohl bemerkt. Ihn zu verſcheu⸗ chen, lenkte ſie jetzt die Aufmerkſamkeit der Mutter auf die lieblichen Kinder, die in ihrer Unſchuld und Unerfahrenheit ſo luſtig und ſo heiter ſpielten, als

ob nichts in der Familie vorgefallen,.. als ob das Vaterherz noch ſchlüge, das ſie bis dahin ſo treu bewacht... und... das jetzt doch für immer

zu ſchlagen aufgehört.

Es lag etwas unendlich Rührendes in dieſem heiteren Spielen, Plaudern und Lachen der in tiefſte Trauer gekleideten Kleinen. Es war der Gedanke an den unerſetzlichen Verluſt, den ſie erlitten und den ſie jetzt noch nicht ahnten. Und doch mußte der Blick auf ſie der Mutter wieder ein Troſt und ein Sporn zur inneren Erhebung ſein; waren ſie doch die Ebenbilder des geliebten heimgegangenen Gatten; lag doch in ihrem Anblick für die Mutter die lebendige Mahnung: den armen, vaterloſen Kleinen nun eine doppelte Liebe und Aufmerkſamkeit zuzu⸗