dies Paßwort und die abgenommenen Kutten, Ein⸗ gang verſchaffen. War der Eingang aber erſt bei dem einzelnen Pförtner erzwungen, bangte ihm vor dem Weiteren nicht mehr.
Und in der That das Glück begünſtigte ihn.
Die verkappten Mönche waren in ſeiner Hand. In ihren Taſchen aber fand man Papiere und un⸗ ter dieſen das ſo erwünſchte Paßwort.
Jetzt konnte vorgeſchritten werden, zumal auch Syndicus Frantz durch jenes geheime Schreiben von Allem unterrichtet war. Hugo und Wenck wußten, daß ſie auf ihn bauen konnten.
Durch ſeine Vermittlung war ſicher auch die lieberale und patriotiſche Parthei des Magiſtrates, für den Fall die Sache um ſich greifen ſollte, jetzt bereit und mit ihrem Anhange ſchlagfertig. Auf der Trinkſtube der Schneider erwartete zugleich faſt die ganze Zunft, wohlbewaffnet und zum ernſtlichen Kampfe bereit, den Syndicus.
Und doch ſah' und hörte man von allem dem nicht das Mindeſte.
Straßburg, die weite große Stadt, ſchien in tie⸗ fem, tiefem Schlafe zu liegen. Nacht und Dunkel⸗ heit, Ruhe und lautloſe Stille umfing ſie.
Da ſchlug es elf Uhr!... elf Uhr vom Mün⸗ ſter... elf Uhr von den übrigen Thürmen.


