Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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aufgehoben begaben ſich jetzt, gefolgt von den Gefangenen und den ſie führenden bewaffneten Bür⸗ gern, nach einer nahegelegenen Straße. Hier ſtand ein altes, finſteres, baufälliges Haus, dem nichts willkommener ſein konnte, als eine ſo dunkle reg⸗ neriſche Nacht, wie die heutige war, da es ſich im Lichte des Tages, ſelbſt unter den beſcheidenen Nach⸗ barhäuſern, ſeines Daſeins wirklich ſchämen mußte.

Man ſoll indeß nichts verachten. Das alte, häß⸗ liche, dem Einſturz nahe Haus nützte heute Nacht Straßburg unbedingt mehr, denn alle ſonſtigen ſtol⸗ zen Bauten ringsumher. Nahm es doch jetzt Zedlitz und die Seinen ſchweigſam auf und gönnte den Ver⸗ ſchworenen ein ſicheres Aſyl nahe bei demjenigen Orte, auf welchen der zu führende Schlag abgeſehen war.

Der Eigenthümer des Hauſes war ein Freund Wenck's, auch ein Schneider und guter Patriot, und jetzt ein Mitverbündeter. Hatten doch Zedlitz und Wenck ſeit der Nacht, in welcher ſie ſich in der Kneipezum Schnakenloch getroffen, eine völlige Verſchwörung zu Stande gebracht.

Der Leſer erinnert ſich des Ausrufes der höch⸗ ſten Ueberraſchung, der den Lippen des kleinen Meiſters entglitten, als er damals in die obere Stube jenes Wirthshauſes auf der Leiter geſtiegen und nun Hugo von Zedlitz, den Verbannten, vor ſich ſtehen ſah.