Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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deſſen Barett⸗Agraffe große Brillanten funkelten— „Königin der Schönheit und des Himmels! Laß mich Dir endlich, in dieſer Stunde, mein Herz zu Füßen legen.“

Angeline erſchrak. Wer durfte zu ihr, der Ge⸗ liebten des Königs, ſo ſprechen?

Wenn ein anderes Ohr dieſe Worte gehört? wenn ſie dem Könige überbracht werden ſollten!

Ludwig XIV. hatte überall Spione— die All⸗ wiſſenheit der Könige iſt nicht die der Götter— und.. man befand ſich auf Schloß Loches!

Angeline ſchaute ſich entſetzt inftzi aber die Todſünden waren doch für etwas gut ſie machten einen ſolchen Lärm, daß man ſein eigenes Wort nicht hören konnte.

„Angeline!“— ſagte jetzt die Maske—„Du weißt, Götterkind, daß ich Dich bis zum raſend⸗ werden liebe.“

„Wer wagt es“

„Wer es wagt, ſo zu Dir zu ſprechen?“— fuhr die Maske fort—„num, das kann am Hofe wohl nur Einer außer dem Könige ſein... und

ich hoffe, füßes Weib, Dein Herz verräth Dir ſeinen Namen!“

„Saint⸗Aignan!“— lispelte Angeline erſchrocken und ward feuerroth.

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