dieſer Schurke, der Olivier, hat mir da einen ſchlech⸗ ten Streich geſpielt... Aber es thut nichts... Verſpielt iſt noch nicht verloren... Mein kleines Bürgermädchen vom Jokobsthor ſoll deßhalb noch nicht vergeſſen ſein!... Graf Maulevrier aber ſoll erfahren, daß es unklug iſt, auf dem Reviere des Königs zu jagen.“
„Ein Monat war ſeit dem verfloſſen. Ludwig Kl. bewohnte noch immer Schloß Loches. Von ſeiner Maxime„wer ſich nicht verſtellen kann, kann nicht regieren,“ Gebrauch machend, hatte er nichts unter⸗ laſſen, um ſeine ſchlechte Laune und ſein tiefes Miß⸗ behagen nicht bemerkbar zu machen. Die Gräfin von Saſſenages erſchien wieder bei Hofe und wurde mit derſelben Rückſicht und Ehre, wie vorher, behandelt. Ihr königlicher Geliebter affectirte ſogar eine grö⸗ ßere Zuneigung für ſie. Wenn er mit ihr ſprach, ſchwebte das freundlichſte Lächeln auf ſeinen Lippen, während er in ſeinem Herzen den tiefſten Groll ge⸗ gen ſie hegte. Eines Abends wurde die Ankunft des Grafen von Maulevrier angekündigt. Das Geſicht Ludwigs KlI. glänzte plötzlich wie von einer uner⸗ warteten Freude. Er geht dem Grafen einige Schritte entgegen und reicht ihm ſeine trockene und knöcherne Hand. Nachdem die Audienz zu Ende iſt, erhebt ſich der Graf und bemerkt, vom König begleitet, daß


