Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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„An einem ſo geheimen Orte?“

„Haben wir nicht ein Erkennungswort?“

„Gewiß; es heißt: Liebe und Treue.“

„Der Mönch und die Fiſcherin näherten ſich nun einander mehr und unterhielten ſich mit leiſer Stimme.“

„Die Zeit verging; bald mußte es Mitternacht vom Wachtthurme des Schloſſes ſchlagen und das verliebte Paar machte noch kein Ende... die ſchöne Fiſcherin bemerkte es und ſagte ſchmachtend: Aber warum behalten wir immer noch unſere Masken vor dem Geſicht und verſtellen unſere Stimmen? Fürch⸗ ten Sie, daß wir in dieſem dunkelen Stübchen von irgend Jemand überraſcht werden?“

„Ich fürchte es nicht; dennoch aber könnte an dem heutigen Feſttage ein anderes verliebtes Paar in einem anſtoßenden Gemache verborgen ſein.“

„Ach, es thut ſo wohl, das Antlitz deſſen zu ſehen, den man liebt und eine Stimme zu hören, die zu Herzen dringt.“

„Sollten Sie mich ſo ſehr lieben?“

„Können Sie— nach dem Beweis, den ich Ih⸗ nen von meiner Liebe gegeben— noch daran zweifeln?“

„O, nein, mein Engel, mein kleiner Schelm, ich zweifle durchaus nicht daran.“

„Wenn ich meine Maske abnähme, wenn ich ſo,