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keine nähere Auskunft über die Jugend und das Jünglingsalter Jeſu, noch über die Art ſeiner damaligen Ausbildung, nur der einzige Lukas erzählt uns,* zum Beweis, wie frühe und hoff⸗ nungsvoll ſich die Talente des Knaben entwickel⸗ ten, wie er in ſeinem zwölften Jahre mit ſeinen Aeltern auf das Oſterfeſt Jeruſalem beſuchend, ſich unter den Lehrern ſo wohl befand, ſolchen Antheil an deren Auslegung der Schrift nahm, daß er die Seinen ganz vergaß und weiter zie⸗
hen ließ; während die Gelehrten über die geiſt⸗
reichen Fragen und den Scharfblick des Knaben höchlichſt erſtaunten. Und als ihn ſeine Mutter, die ihn drei Tage vermißt hatte, nun wieder fand und mit ſanftem Vorwurfe frug:„„Mein Kind, warum haſt du uns das gethan?—““ antwortete er:„Dachtet ihr denn nicht gleich daran, daß ich im Hauſe meines Vaters ſeyn würde, um die Lehren zu hören, die ihr mir ja
* Lukas 2. V. 41—52.


