Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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entſtiegen der Erde und hüllten alle Gegenſtände ein, daß ſie ſich nur noch in unſicheren Con⸗ turen zeigten. Da nahten ſich Wolken und Nebel, bis ſich die erſteren plötzlich in einen jener Regen auflösten, die ruhig und gleich⸗ mäßig, aber deſto anhaltender herniederſtrömen, als wollten ſie nimmer enden.

Roſa hatte die Nacht wenig geſchlafen, ihre rothen, angelaufenen Augenlieder zeigten, daß ſich der Schmerz ihrer Seele in Thränen Luft gemacht, und als ſie nun hinaus in das unfreundliche Wetter und an den trüben Him⸗ mel blickte, da ward es ihr noch enger um die Bruſt, und die Laſt ihres Kummers ſchien ſie noch ſchwerer niederzubengen.

Es war der Tag, an welchem ſie das Hohenſteiniſche Haus verlaſſen ſollte, um nim⸗ mer in daſſelbe zurückzukehren, es war der Tag, der alle ihre Hoffnungen auf Glück begrub. Ihr Kopf, vom langen Weinen angegriffen, ſchmerzte ſie ſehr, er war ihr eingenommen, und II. 17