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Der ehrliche Rüſterer quälte ſich mit Projekten ab, ſeinen Gemüthskranken zu heilen, aber vergebens waren alle ſeine Bemühungen, keines hielt, bei einer ernſten Prüfung, Stand, keines ſchien ausführbar.
Ebenſowenig fruchtete vernünftiges Zure⸗ den, welches im Gegentheile, wie Rüſterer's Scharfblick nicht entgangen, nur dazu beitrug, den Patienten von dem Arzte zu entfernen. So hatte er ihm öfter geſagt: daß lediglich Reich⸗ thum die Quelle ſeiner eingebildeten Leiden ſey, und daß er, würde er ſich deſſelben mit Feſtig⸗ keit, wenn auch nur auf ein oder zwei Jahre, entäußern und mit Wenigem fürlieb nehmend, tüchtig arbeiten, zum Beiſpiele ein Handwerk, wie das des Schreiners, erlernen, ſo könne er mit Sicherheit nicht nur auf gänzliche Geneſung rechnen, ſondern würde auch noch den Vortheil haben, daß er das Leben wieder lieb gewönne und Luſt und Zufriedenheit in ſein Inneres
zurückkehre.


