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„Erſtaunen Sie nicht, meine Beſte,“ ſagte er höflich,„wenn ich, Ihnen gänzlich fremd, dennoch eintrete, denn das, was mich zu Ihnen führt, iſt ſicher der Verwunderung mehr werth. Ich bin Rüſterer, deſſen Sie vielleicht als Arzt hier haben erwähnen hören. Meine Pflich⸗ ten verwickelten mich auf eine ſonderbare Weiſe in ein Verhältniß, das auch Sie berührt, und wel⸗ ches ich jetzt im Begriffe bin, Ihnen zu eröffnen.“
„Vorher muß ich erwähnen, daß ich durch
lange Lebenserfahrung einzuſehen gelernt habe:
daß Wahrheit und Offenheit bei den meiſten Gelegenheiten am ſicherſten zur gegenſeitigen Verſtändigung führen; daher werde ich auch jetzt kurz, wahr und offen ſprechen und bitte Sie, mir auf gleiche Weiſe ſpäter zu antworten.“
„Seit zwei Monaten befindet ſich in dieſer Stadt ein Engländer, reich und unabhängig, törperlich geſund, aber geiſtig an dem Spleen, deutſch geſagt: an der Einbildung leidend. Ich verſuchte Alles, dieſen guten aber unglücklichen


