Teil eines Werkes 
1. Band (1841)
Entstehung
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neigte ſich zu einander, flüſterte und frug:Wer iſt das?Wer mag das ſeyn? und beugte ſich berathend vor und zurück. Ja ſelbſt die Herren gruppirten ſich im Parterre, und ſahen voll Neugierde nach der Reſerveloge. Von allem dem gewahrte Oskar nichts. Sein Herz pochte, ſeine Augen waren auf den Vorhang gerichtet, der ihm ein Weſen verbarg, für wel⸗ ches er ſich ſo ſehr intereſſirte, das ſeine Ein⸗ bildung mit allen Grazien zu ſchmücken eifrigſt bemüht war.

Jetzt hob ſich die Leinwand, und beſcheiden, ſanft und kindlich trat jenes Mädchen ihm ent⸗ gegen, das er zu beſitzen hoffte. Hohenſtein ſtaunte. Es war jenes Röschen nicht mehr, das nette, wilde Kind, es war eine Jung⸗ frau, ſchlank und reizend, in dem erſten Er⸗ blühen. Wie ein elektriſcher Schlag traf es ſeine Seele. Er war ganz Auge, ganz Ohr! Wie zart ſie die Nüancen ſpielen ließ; wie durch die ſelbſtgewählte Rolle des beſcheidenen