Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
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hatte die Güte nicht vergeſſen, mit welcher die Heim⸗ gegangene ſie einſt überſchüttet, und kannte außerdem das Verhältniß nicht, in welchem ihr Gatte zu der Verſtorbenen geſtanden.

Als aber Gondreville den Sarg vorüberzie⸗ hen ſah, der die ſterblichen Reſte der Fürſtin Or⸗ ſini enthielt, erinnerte er ſich des Briefes, welchen dieſe berühmte Frau einſt mit der Bitte an ihn ge⸗ ſandt: ihn erſt nach ihrem Tode zu eröffnen.

Gondreville's erſte Sorge, ſobald er ſich ein⸗ gerichtet, war es daher, dieſen Brief aufzuſuchen.

Er fand ihn bald, und Jedermann wird die in⸗ nere Aufregung begreifen, mit welcher er das ge⸗ heimnißvolle Schreiben erbrach.

Wer aber beſchreibt das Erſtaunen des Vicomtes, als er unter dem Unſchlage einen, von der Hand ſeines Vaters geſchricbenen Brief fand, welcher von dem Jahre 1690 datirt war.

Dieſer Brief, welcher ſehr genau in alle Einzel⸗ heiten eingehend, an die Herzogin von Bracciano (dies war, wie man ſich ohne Zweifel erinnern wird, der Name, welchen die Fürſtin Orſini lange Zeit und auch damals trug,) gerichtet war, fing alſo an:

Da der Himmel in ſeinem gerechten Zorn, mir

das legitime Kind entriſſen hat, um mir nur das Orſini U. Bd. 14