Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
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dungsſtücke getrocknet, fühlte der Eine wie der Andere, daß ſein Magen leerer denn je ſei.

Donna Seraphine und Donna Ines begaben ſich nun in den Saal, in welchem man das Nacht⸗ eſſen aufgetragen, worauf auch die Gäſte eingeführt wurden.

Es waren zwei junge Blondköpfe von mittlerer Natur. Beide trugen ſehr einfache, ſchwarze Jagd⸗ kleider und große Stiefel von Wildleder. Ihr reicher Haarwuchs war, nach dem damaligen Jagdgebrauche, nach hinten geſtrichen, und im Genicke von einem ſeidenen Bande zuſammen gehalten:— eine Mode, welche kurze Zeit nachher, eine ſo große Umwäl⸗ zung in der männlichen Haartracht hervorrief, und das Regiment des Zopfes auf ein volles Jahrhundert begründete.

Nur der Einen der beiden Cavaliere, und zwar der Aelteren, ſchmückte, wie ſchon öfter bemerkt, der Orden des goldenen Vließes. Die Züge deſſelben, ja ſeine Haltung, trugen den ſichtbaren Stempel einer großen Ermüdung. Er war bleich und ſchmächtig und hatte Mühe ſeinen Kopf aufrecht zu erhalten; während ſein Gefährte im Gegentheile mit lebhaftem Auge, kühn gehobenem Haupte und offenem Geſichte