10
und es kam ihm daher eben ſo ſehr wie dem Abbé darauf an, eine Geſchichte zu unterdrücken, in welcher ſeine Ehre als Liebesritter ſehr ſtark compromittirt war.
„Daher beeilte er ſich denn auch jetzt, Alberoni über ſeine Verſchwiegenheit zu beruhigen, und ihm zu erklären, daß er weiter keinen Zorn gegen ihn hege, da er von ſeiner rechtlichen Denkungsweiſe überzeugt ſei.
Der Abbé konnte nicht mehr verlangen, und ver⸗ ließ Gondreville,— nachdem er ſich noch einmal Glück gewünſcht, einem ſolch' liebenswürdigen Manne wie dem Vicomte das Leben gerettet zu haben, — indem er ſich aus Herzensluſt in das Fäuſtchen lachte.
Hatte doch wenig gefehlt, und der junge Fran⸗ zoſe hätte ihn, wegen des Vorhabens ihn durchzuprü⸗ geln, um Verzeihung gebeten.
Denſelben Abend war großer gihn der Fürſtin Orſini, welcher der ganze Hof, wegen der wunderbaren Weiſe, auf die ſie einer ſo drohenden Gefahr entgangen, Glück zu wünſchen kam.
Unter den Hofleuten, die ſich am meiſten um die Fürſtin drängten, bemerkte man wie immer ſelbſt mehrere von Denjenigen, welche die vorhergehende Nacht ihren Untergang mit ſolcher Wuth beſchworen.


