Teil eines Werkes 
1. Band (1849)
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Auch dieſes iſt keine genügende Strafe! ſagte Santa⸗Cruz zum drittenmale.

Aber was wollt Ihr denn, Ercellenz? riefen überraſcht mehrere der Gegenwärtigen.

Ich will entgegnete der Marquisdaß ſie denſelben Tod ſterbe, den vor hundert Jahren in Frankreich ein Weib ſtarb, das vielleicht noch weniger ſtrafbar als ſie war. Es war die Gattin des Marſchall d'Ancre. Glaubt mir, meine Herren, wie damals Leonore Galigai, ſo hat jetzt die Fürſtin Orſini die königliche Familie mit Zauber⸗ banden umſtrickt; wie Leonore Galigai, iſt auch ſie eine Zauberin. Darum laßt ſie uns der Inqui⸗ ſition überliefern, auf daß ſie ihr verdammtes Leben in einem Auto-da-, aushauche, den heiligen Be⸗ nito auf dem Haupte, nachdem ſie Buße gethan vor Gott, vor dem König, und Angeſichts der Grandezza und des Volkes. Schrecke dann dies fürchterliche Beiſpiel jedes ſterbliche Weſen von einer Nachahmung der Verruchten zurück.

So ſterbe ſie denn! riefen alle Verſchworene, hingeriſſen von der blutdürſtigen Beredſamkeit des alten Kämpenſo ſterbe ſie2

Sie ſterbe! ſetzte Aguilar hinzuauf daß ich wieder meine Würde als Commandant der