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. de la Tremouille, Fürſtin von Orſini, nöthig erachtet und beſchloſſen wird; auch keiner menſchli⸗ chen Seele etwas von dieſem Bunde zu entdecken, und, wenn es nöthig ſein ſollte, ſelbſt mein Leben für dies heilige Werk zu opfern.“
„ Nur zwei Perſonen antworteten dem Aufrufe nicht Es war der Jeſuit Robinet, Beichtvater des Kö⸗ nigs und Alberoni, der Bevollmächtigte des Her⸗ zogs von Parma. Der Erſtere konnte leicht durch die Pflichten des Amtes abgehalten worden ſein, welches ihn an den König Philipp V. feſſelte, deſſen Frömmigkeit, wie bekannt iſt, bis in's Weite ging, und welcher— in dieſer Beziehung wahrhaft geiſteskrank— oft und zu jeder Stunde des Tages und der Nacht nach ſeinem Seelenarzte verlangte.
Was Alberoni betrifft,— der eigentlich vom Prieſter nur das Kleid und die Tonſur hatte,— ſo war deſſen Ausbleiben bei weitem auffallender.
„Iſt man auch dieſes Alberoni's ganz ſicher?“ — rief einer der Anweſenden;—„dieſe Italiener ſind Achſelträger, zweizüngige Menſchen, welchen man nie ganz trauen kann.“ Der hiermit ausgeſprochene Zweifel ward aber ſogleich vollkommen dadurch niedergeſchlagen, daß meh⸗


