teten und bleich und athemlos ſchwankte ſie unwill⸗ kürlich nach der Thüre, um ſich ſelbſt— ein frei⸗ williges Opfer— den mörderiſchen Stößen der Ver⸗ folger entgegen zu ſtellen, und um den zu ſchützen, der um ihretwillen dem Tode ſo unklug getrotzt.
Da ſchallte mit einemmale die Stimme des Mar⸗ quis von Santa⸗Cruz, wie die Poſaune des Erz⸗ engels am Tage des jüngſten Gerichtes, an ihr Ohr:
„Warum wollt Ihr uns jetzt verlaſſen, Donna Ines?“ frug er ſtreng.
„Mein Vater,“— ſtammelte das Mädchen mit kaum vernehmbarer Stimme,—„es iſt ſchon ſpät, ich will mich nach meinem Zimmer zurückziehen.“
„Ihr bleibt,“ entgegnete der Alte.—„Die Toch⸗ ter des Marquis von Santa⸗Cruz iſt an ihrem Platz, wenn man über die Mittel berathet, Spanien zu retten. Ihr werdet einverſtanden 2 meine Herren?“
„Entſchuldigt mich, mein Vater, ich ſuh⸗ darum; ich fühle mich unwohl,... ich leide!“
„In der That!“— riefen wie aus einem Munde mehrere der Gegenwärtigen,—„die Senora iſt tod⸗ tenbleich!“.
„Thut nichts,— entgegnete der Marquis,— „ich habe es einmal geſagt, ſie bleibt hier!“—


