Teil eines Werkes 
1. Band (1849)
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Es iſt zu ſpät! ſtammelte das Mädchen mit brechender Stimme;Herr mein Gott, der du ihn vor einem Monate retteteſt, willſt du denn, daß er heute ſterbe?

Dann wandte ſie ſich raſch und mit der Entſchloſ⸗ ſenheit der Verzweiflung um, den jungen Mann nach dem hinterſten Theile des Saales ziehend, ſtieß mit einer, ihr kaum zuzutrauenden, Kraft den Laden eines Fenſters auf und rief haſtig:

Hört!... Ich ſehe kein anderes Mittel Euch zu retten. Dies Fenſter iſt nicht ſehr hoch; laßt Euch auf die Erde hinab. Sobald Ihr den Boden erreicht, eilt Ihr raſch gerade aus, bis Ihr an ein Gebüſch von Roſen⸗Lorbeer kommt. Am Ende des Gebüſches werdet Ihr eine Mauer finden, und einige Schritte rechts eine kleine Thüre. Dieſe Thüre führt auf eine einſame Straße j es könnte möglich ſein, daß ſie nur

zugeriegelt wäre; iſt das nicht der Fall, ſo ſprengt das Schloß, und flieht! ohne eine Minute, ohne eine Secunde zu verlieren. Die heilige Jungfrau und alle

Heiligen mögen Euch ſchützen,. ich. wiſ für Euch beten.

Gondrevie drückte letzten Kuß auf die Hand ſeiner Geliebten; dann ſchwang er ſich