——————————
„Alle Teufel! ſeid Ihr deſſen ſo gewiß; aber ich hoffe Ihr ſeid gnädig.“
Und der Vicomte, der die große Kunſt zu fechten meiſterhaft zu verſtehen ſchien, ſuchte nur leichthin ſeinen Gegner zu entwaffnen. Aber es gelang ihm nicht, und ſelbſt hart bedrängt, fing er an ſich ernſt⸗ licher zu vertheidigen, und zwar ſo geſchickt, daß er den Marquis von Santa⸗Cruz bei einem Gegen⸗ ſtoß an der Hand durch einen tiefen Einſchnitt ver⸗ wundete, aus dem das Blut ſogleich reichlich hervor⸗ pritzte.
Jetzt glaubte Amenzaga füglich vermittelnd einſchreiten zu dürfen, damit der Zweikampf, ſo⸗
ſobald Blut gefloſſen, geſetzlich ende. Der Vicomte
neigte auch in der That ſeinen Degen; aber ſein Gegner gab ihm ſtolz ein Zeichen ihn wieder zu he⸗ ben, und der Kampf begann nun abermals; jetzt aber mit einem Ernſt, der ihm bis dahin fern ge⸗ blieben. Beide Duellanten hatten ihren gegenſeitig ſchweren Stand eingeſehen, und Keiner ſprach daher ein Wort mehr. Jeder maß mit Schnelligkeit die Blitze, in welchen das Eiſen flammte, das ſich mit dem ſeinen kreuzte, und es blieb ſchwer zu entſchei⸗ den: was mehr leuchtete, die Augen der Kämpfenden oder deren Degen.


