Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1849)
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Tage bis in die Nähe des Caſtelles. Hier aber warf ſich ihm das Centrum der ungariſchen Armee entgegen und bot ihm eine Schlacht an. Otto nahm ſie an und hatte, trotz der Ueberlegenheit des Feindes, durch ſeine Tapferkeit und weiſe Anordnungen lange Zeit den Vor⸗ theil auf ſeiner Seite. Als er aber endlich ſchwer ver⸗ wundet ſtürzte und halb todt den Feinden in die Hände fiel, ergab ſich auch der entmuthigte Haufe und Jo⸗ hanna's letzte Hoffnung war erloſchen.

Am folgenden Tage, es war den ſechs und zwan⸗ zigſten Auguſt 138, übergab die Königin das Caſtell. Carl heuchelte ihr Ehrfurcht und Hochachtung aber Johanna, die kluge, vielgeprüfte und erfahrene Frau, ließ ſich nicht täuſchen.Meine letzte Stunde hat ge⸗ ſchlagen! ſagte ſie, als ſich der Herzog, nach dem erſten Zuſammentreffen mit ihr, entfernt hatteich bin in der Gewalt meines Thronfolgers.

Demohngeachtet zeigte die Gefangene auch jetzt noch eine Würde und Ruhe der Seele, wie ſie nur ein gutes und reines Gewiſſen zu geben vermag

Carl! dagegen ſchrieb ſofort an den König von Un⸗ garn: er habe Johanna in ſeiner Gewalt, und bitte

Seine Majeſtät, über dieſelbe zu verfügen. n. 13