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auf der Altane eines Palaſtes ſtanden, ſo viele Blumen nieder, daß das Pferd des Königs ſcheu wurde, wild und ſchnaubend aufſtieg und den goldnen Zügel zerriß. Lud⸗ wig von Taranto ſchwang ſich leicht und mit edlem Anſtande herab, aber durch die ſchnelle Bewegung löſte ſich die Krone von ſeinem Haupte, fiel mit Gewalt zur Erde und zerbrach in drei Stücke.
Das Volk ſchrie auf; ſein Aberglauben erkannte ſo⸗ gleich in dieſem kleinen Unfalle eine trübe Vorbedeutung, die denn auch leider! zu ſchnell in Erfüllung ging. Am ſelben Abende ſtarb die kleine Tochter Ludwig's und Johanna's, das einzige Pfand ihrer Liebe.
Von nun an widmeten beide Gatten in ſtillem Ver⸗ eine ihre Kräfte dem wieder auflebenden Staate, und wetteiferten in edlen Bemühungen um deſſen Wohlfahrtund Glück. Wirklich ſchien auch das Mißgeſchick endlich müde, Johanna zu verfolgen, als nach einer fünfzehnjährigen Ehe ihr der Tod den Gatten entriß.
So ſtand denn Johanna abermals allein, und da ſie nicht mehr vor hatte ſich zu verehlichen, dachte ſie da⸗ ran, ſich einen Thronerben zu geben. Die Wahl zu einem ſolchen konnte ihr nicht ſchwer werden, da nur noch zwei Prinzen aus königlichem Geblüte am Leben waren. Der


