loſen Menge Volkes wimmelnd, ihr kaum das Fortkom⸗ men erlaubten. Der Enthuſiasmus, der ſie begleitete, war grenzenlos. Alt und Jung, Reich und Arm, Vor⸗ nehm und Gering, Mann und Frau, Greis und Kind folgten ihr klagend; und es ſchien, als zöge mit der Kö⸗ nigin der Schutzengel des Reiches fort in fremde, ferne Lande. Von allen Seiten drängte man heran, und glück⸗ lich war, wer ihre Hände, ihre Gewänder noch einmal küſſen, nur berühren konnte.
Aber zu wildem Sturmgeheule ward der Schmerz, als Joh anna den Hafen verließ, die Galeeren zu be⸗ ſteigen. Fahnen und Tücher wehten ihr nach, auf den Knieen lag die Menge, betend für das Wohl der Schei⸗ denden, und Alle! Alle! ſahen ſtarren Blickes den Ga⸗ leeren nach, die, von dem Abendroth vergoldet, immer kleiner wurden, und endlich wie ferne, ferne Sterne an dem Rande des Horizontes verſchwanden.
Während deſſen rückte der König von Ungarn unauf⸗ haltſam vor und erreichte bald Beneventv. Hier be⸗ grüßten ihn die Großen des Reiches theils aus eigenem Antriebe, theils den Befehlen ihrer Monarchin gehorchend,


