Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1849)
Einzelbild herunterladen

238

—

med's junges Weib.— Er ſank mit dem früheten Be⸗ ſitzer aller dieſer Schätze in die Tiefe. Haſt Du aber Muth an das Grab des böſen Geiſtes zu treten und ihm dies Kleinod zu entreißen, ſo zweifle ich nicht, daß die Kraft des Korans, der mich erlöſt, auch den Demant an das Licht der Welt zu bringen vermag.“

„Wer ſeine Hand nach einer Krone ſtreckt, darf das Wort Furcht nicht kennen!“— rief Ahmed begeiſtert. „Mein Ehrgeiz war bis jetzt, die ſchönſten Früchte zu liefern; ſeitdem mein Auge aber dies Zauberreich mit all ſeiner Pracht erblickt; ſeitdem ich Dich beſitze und mir die Hoffnung lacht— Herrſcher zu werden, liegt mein bisheriges Leben wie ein Haufe ausgebrannter Aſche hin⸗ ter mir. Das Feuer ſchläft in dem ſtarren Holze, be⸗ rührt es ein zündender Funken, flammt es lichterloh bis zum Himmel auf.“

„Dies ſagend, winkte er der Lieblichen und ſie ſchritt ihm voraus.“

„Tief und immer tiefer führte ſie ihr Weg, durch Gänge und Säle und Hallen voll unendlicher Reichthü⸗ mer; aber Ahmed's Herz blieb kalt und ſeine Seele verlangte nur nach dem unvergleichlichen„Koh-i- noor.“