Teil eines Werkes 
3. Theil (1848)
Entstehung
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und ſiehe! die Schlange war ein langes, nicht endendes Trauergefolge. Ihren ſchillernden Kopf bildete ein Zug weißgekleideter Mädchen, Lilien der Unſchuld auf Stirne und Wangen, Kinder des Frühlings in den zarten Händen. Dieſen folgte die Blüthe der männlichen Jugend und die Geiſtlichkeit.

Auf ihrem Rücken aber trug die Schlange einen Lorbeerzweig und einen Todtenkopf.

Sechs arme Greiſe ſchwankten daher, unter einer theuren Bürde Sie trugen die irdiſche Hülle des Menſchenfreundes, der die Stütze der Armuth geweſen. Vier Helden hielten die Enden des Tuches, über welchem die Leiche Kosciusz⸗ ko's ruhte. Aufgedeckt, im offenen Sarge, lag ſchlummernd der Greis Die unendlich milden Züge umfloß ein leiſes, träumeriſches Lächeln, das ihm der Blick ins Paradies entlockt.

Zu beiden Seiten trugen Jünglinge auf ſchwarz⸗ſammtnen Kiſſen Hut und Schwert, den Feldherrnſtab und den Cincinatusorden, den Lor⸗ beer und die Eichenkrone. Und Ring an Ring folgte das Volk in unabſehbarem Zuge.

Die Schlange kroch fort und fort, Tag und Nacht, und die Glocken verſtummten nicht, und die Träger und Leidtragenden wurden nicht müde Wenn aber Mitternacht tönte von den Thürmen,