wohl! alle ihr guten Menſchen— Du, liebe Karoline,— Niemcewicz— und Du mein treuer, theurer Freund!— Lebt wohl! — ſeid glücklich— und weint— nicht über mich— ich— gehe ja heim— zum Vater — ins Land— der Freiheit— und— der Liebe“———
Sie ſchwieg einige Minuten. Da ſielen die Strahlen der höher ſteigenden Sonne auf ihr Antlitz. Es hatte ſich verändert. Der Tod ſtand vor ihr. Mit eiskalten Schauern durchrieſelte er die Gegenwärtigen, mit kalter Hand griff er an Louiſens Herz. Sie zuckte zuſammen. Krampfhaft faßte ſie die Hände des Geliebten, aber im nächſten Momente ließ der Krampf ſchon wieder nach. Die Augen öffneten ſich weit, und ihr Geſicht ſtrahlte wie in hoher Begeiſterung:
„Seht!— ſeht!“ lispelte ſie,„wie ſich der Himmel öffnet,— wie Alles ſchwimmt in lichter Roſengluth— wie tauſend Engel freundlich niederſchauen— wie ſie mich heben— leicht empor— Wie wird mir wohl— welch' kühle


