Teil eines Werkes 
3. Theil (1848)
Entstehung
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Stirne, und ſank dann ſchluchzend in die Arme ihres Gatten.

Eine tiefe, feierliche Stille war eingetreten, leiſe näherte ſich der Prieſter der Sterbenden. Sie bat um das Sacrament und die letzte Oelung, deren ſie ſich bereits durch die Beichte würdig gemacht.

Der Prieſter verrichtete ſein Amt.

„Es iſt geſchehen!“ lispelte Louiſe ſodann —„o! mir iſt unendlich leicht. Komm, mein Thaddäus, ich fühle die Stunde des Scheidens naht, komm und nimm meinen letzten Kuß.“

Kosciuszko ſtürzte vor Louiſen nieder. „Deinen Segen! Deinen Segen!“ rief er in unendlichem Schmerze, und drückte ſein glühendes Geſicht faſt bewußtlos in ihren Schooß.

Louiſe legte ihre Hände auf ſein Haupt und ſprach:

„Wen ſein eigenes Herz,— wen ſeine Thaten ſegnen, der bedarf des Segens eines Menſchen nicht.— Wie ich Dich geliebt weißt Du,— ich nehme dieſe Liebe mit hinüber, und dieſe Liebe wird Dich dorten einſt empfangen— Lebet