Teil eines Werkes 
3. Theil (1848)
Entstehung
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das Zimmer. Wir wollten bei der Verlaſſenen eintreten; aber ſie bedeutete uns mit einem Winke, ſie allein zu laſſen, indem ſie betend auf die Kniee ſank.

Wenige Minuten ſpäter trat ein Prieſter zu ihr ein. Nun zogen wir uns natürlich von der Thüre zurück und vernahmen nichts mehr, als den lauten Ausruf des Fräuleins:„nur unter der Bedingung: daß ich ihn nach der heiligen Handlung nie wiederſehe“ Gleich darauf ent⸗ fernte ſich der Prieſter. Die Alte trat ein, die arme Braut mit dem fürſtlichen Gewande zu ſchmücken; das Fräulein aber lehnte es beſtimmt ab, da das weiße Unterkleid ſich von dem Ueber⸗ wurfe nur durch ſeine Einfachheit unterſchied. Wenige Minuten darauf erſchien der Fürſt. Mit großer Gleichgültigkeit ſagte er, ſich kaum gegen das Fräulein verneigend:„Ich komme, Sie zur Trauung abzuholen.“

„Ein Wort zuvor!“ entgegnete mit zitternder Stimme die Braut„Sie wiſſen, daß ich einen Andern liebe, und ewig lieben werde; Sie mö⸗

gen erfahren, daß ich Sie verachte und nie Ihre Rau, Th. Kosciuszko. II. Thl. 4