Teil eines Werkes 
3. Theil (1848)
Entstehung
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nun vor, in einer Stunde holt Dich der Fürſt zur Trauung ab.“

„Eilen Sie nicht ſo ſehr,“ entgegnete mit Faſſung das Fräulein.„Von einer Trauung kann die Rede nicht ſein. Seine Majeſtät hat⸗ ten die Gnade, mir durch ein eigenhändiges Schreiben zuzuſichern: daß ich den Reſt meines Lebens in den Mauern des Kloſters Friedensberg zubringen darf.“

„Und dem Fürſten,“ ſagte mit ſcharfer Be⸗ tonung der Marſchall,„hat ſeine Majeſtät ein eigenhändiges Schreiben gegeben, worin er jenes aufhebt, und die Verbindung befiehlt“

„Das muß auf einem Irrthume beruhen!“ verſetzte erſchrocken das Fräulein.„Der König kann ſein gegebenes Wort nicht wieder aufheben!“

„Und wenn er es nun doch gethan hätte!“ lachte der Marſchall ſpöttelnd,„ſo wäre dieß wahrlich nicht das erſtemal. Hat er uns doch ſchon tauſendmal Treue gelobt und dennoch die Conſtitution der Empörer beſchworen, und iſt nun wieder auf unſerer Seite.“

„Seinen Eid könnte ein König brechen?—