aus, daß ſie über und über roth ward; ja es ſchien ſelbſt, als ob ihr Auge feucht werde, als ihre neben ihr ſitzende Freundin ſie an den Arm ſtieß und ſagte:
„Geh! dummes Ding, ſtell Dich nicht ſo. Du weißt ja die Entführungs⸗Geſchichte von der ſchönen Nonne.“
„Eine Nonne, die entführt wurde?“ rief es im Chorus.
„Ja wohl!“ fuhr die Freundin fort,„und wenn ich nicht irre, ſo war es noch dazu des großen Kosciuszko's Braut.“
„Kosciuszko's Braut?!“ ſchrieen Alle. Die Rädchen ſtanden abermals ſtill, und Jedes blickte nach der kleinen Katharina. Der Fremde aber war emporgeſprungen. Es ſchien trotz ſeiner Verhüllung, als ob er zittere; er ſtützte ſich mit dem einen Arme auf den Tiſch, um ſich auf den wankenden Füßen zu erhalten, und ſtarrte athemlos nach dem engen Kreiſe, den die jungen Leute, von welchen ihn aber Niemand bemerkte, um Katharina gebildet.


