— 36 treten, als der Quäker ihm freundlich zurief, näher zu kommen.
„Es iſt ein Gaſt, liebe Tochter,“ ſagte er,„für den wir ſorgen müſſen. Betrachte ihn während ſeines Aufenthaltes hier als Deinen Bruder.“
Das Mädchen küßte liebevoll die Hand des Vaters, verneigte ſich dann kaum merklich gegen den neuen Ankömmling, ohne jedoch die Augen von dem Boden zu erheben, oder ihn mit einem Worte zu begrüßen, und verließ ſodann den Saal. Als ſie weg war, wandte ſich der Quäker an ſeinen neuen Freund und ſprach:
„Vor allen Dingen habe ich nun drei Bitten an Dich, mein Bruder. Lege Deine Waffen ab; wähle Dir unter meinen wenigen Kleidern einen, Dir paſſenden, Anzug und laß uns gegenſeitig uns unſere Namen nennen. Nicht aus Neu⸗ gierde frage ich um letzteren; ſondern weil wir Dich doch rufen müſſen. Willſt Du Deinen eigentlichen Namen verſchweigen, ſo gib un einen beliebigen als Unterſcheidungsmerkmal an. Mich kennt man hier als Bruder Johannes, während mein Familienname Markwald iſt.“


