Teil eines Werkes 
2. Theil (1848)
Entstehung
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der ſchon früher einſieht: daß einzig die Einkehr in ſich ſelber die Bedingung zu einem glücklichen irdiſchen Leben iſt, und daß nur in ihr, und der daraus entſpringenden Erkenntniß unſere Verhältniſſe zu Gott und der Welt, jener ſo ſchmerzlich angeſtrebte ſelige Zuſtand gefunden werden kann.

Der Jüngling hatte dem alten freundlichen Quäker unter dem Eſſen aufmerkſam zugehört. Die Herzlichkeit mit der er geſprochen, der Aus⸗ druck der tiefen Ueberzeugung, welche ſeine Worte begleiteten, hatten Eindruck auf das unverdorbene Gemüth des jungen Deutſchen gemacht, dennoch verſtand er ihn nicht ganz und die argwöhniſchen Blicke mit welchen er den Alten beim Schluſſe ſeiner Rede betrachtete, verriethen, daß er mit einem ſolchen Syſtem der Abgeſchloſſenheit nicht einverſtanden ſei.

Der Alte ſchien ſeine Gedanken zu er⸗ rathen, er lächelte und ſagte:Glaube nicht, daß ich zu einer Gemeinde gehöre die durch ewiges Beten, Faſten und Schreien ſich den Himmel verdienen will; am allerwenigſten aber

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