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Ein braves Herz bleibt ſtets ſich gleich, Wohin's das Schickſal trägt;
Ein deutſches, wohl in jedem Reich Für deutſche Ehre ſchlägt.
Die wahre Heimath lieget ja Nicht hier in dieſer Welt,
Und ihre Ufer ſind erſt nah, Wenn Tod die Segel ſchwellt!—
Die Töne waren verklungen, des Jünglings
Züge hatten unter dem Singen— wohl von
einer tiefen Wehmuth angehaucht, die er mit Gewalt zu verbergen ſuchte— einen ernſteren Ausdruck angenommen; er wiſchte ſich raſch mit dem Finger eine Thräne aus dem Auge, als wolle er ſich ſelbſt dieß Zeichen der Rührung nicht zugeſtehen, und beugte ſich nach dem Feuer ſeinen kunſtloſen Bratſpieß zu drehen. So be⸗ ſchäftigt gewahrte er nicht, daß ein Mann, welcher ſchon während des Liedes auf die Brücke getreten war, ſich ihm näherte. Ueberraſcht, faſt erſchrocken, fuhr er daher in die Höhe, als ihn eine ſonore Stimme mit den Worten:
„Willkommen Bruder!“ anredete.
Es war ein ältlicher, freundlicher Mann,
der ihn alſo grüßte, ein Quäker, wie es ſeinem Ran, Th. Kosciuszko. I. Thl. 2


