Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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digen Schwiegerſohns gelegt. Die Hochzeit war mit aller möglichen Pracht gefeiert worden. Da⸗ von zeugte ſchon das Haus und ſeine Gemächer, die man mit Blumen⸗ und Laubgewinden, trotz des

Winters, reich geſchmückt.

Aber das Erdbeben hatte die Gäſte wie einen Flug Tauben aufgeſcheucht und in das Freie ge⸗ trieben; als ſich nun die ſchreckliche Naturerſchei⸗ nung gelegt und beruhigt hatte und die Geſellſchaft zurücktehren wollte, begegnete ſie dem Zuge, der in der größten Beſtürzung und Verwirrung den noch immer ohnmächtigen Kaiſer nach Fiorentino zu ſchaffen bemüht war.

So kam es denn, daß Friedrich jetzt in einem prächtigen, mit Bändern und Blumen verzierten Seſſel ruhte, der in der Mitte eines weitläufigen Zimmers ſtand, an deſſen Wände ſich ebenfalls Ge⸗ winde von Blüten und Laub hinzogen.

Aber wie wenig entſprach dieſer freundlichen,

hochzeitlichen Umgebung die ernſte, feierliche Scene,

welche der eiſerne Wille eines unbeugſamen Ge⸗ ſchicks hier vorbereitet!

Noch hatte der Kaiſer das Bewußtſein nicht wieder gefunden; noch lehnte er bleich, mit ge⸗ ſchloſſenen Augen im Seſſel.

Eudoria kniete zu ſeinen Füßen. Sie weinte nicht, ſie betete nicht; denn eine namenloſe Angſt,