A. Ende.
Wenn ein erhabnes Gemüth, der Güter und Tugenden
ülle Ruhm und Glanz des Geſchlechts die Macht des odes bezwängen, Friedrich ſchlummerte nicht in dem Grab hier, das ihn umſchließt. Friedrich II Grabſchrift.
Wir kommen, wir kommen,
Mit feſtlichem Prangen,
Die Braut zu empfangen:
Es bringen die Knaben
Die reichen Gewande, die bräutlichen Gaben,
Das Feſt iſt bereitet, es warten die Zeugen;
Pber der Bräutigam höret nicht mehr,
Rimmer erweckt ihn der fröhliche Reigen,
Denn der Schlummer der odten iſt ſchwer. Schiller.
Flüchtig und wandelbar iſt das irdiſche Daſein. In dem bunten, chaotiſchen Gemiſche ſeiner Er⸗ ſcheinungen wechſeln oft in einer Minute Freude und Leid, Glück und Unglück, Leben und Tod. Du ſchmückſt dich am Morgen zur Luſt und ſchwimmſt am Abend in Thränen;z du haſt die Nacht in Angſt verſeufzt und all dein Sehnen befriedigt der Tag!
Der reichſte Bürger von Fiorentino hatte heute die Hand ſeiner einzigen Tochter in die eines wür⸗


