Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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David ſaß noch nicht lange hier, als der neue Arzt zu ihm trat. Er reichte, mit der ihm eigenen Gemüthlichkeit, Federbuſch die Hand und ſagte: Mein lieber Freund, Ihr habt Euch hier wahrlich das ſchönſte Plätzchen auf der ganzen Feſte zum Lieblingsaufenthalt gewählt.

Herr! entgegnete David bitter, ich hatte ja acht Jahre Zeit, es aufzuſuchen.

Ein kurze Pauſe folgte.

Der Arzt fühlte das Entſetzliche, was in die⸗ ſen wenigen Worten lag. Acht Jahre mit ge⸗ ſundem Verſtande als wahnſinnig gel⸗ tend, unter Wahnſinnigen leben zu müſ⸗ ſen!— Er ſchauderte zuſammen. Was war der Tod gegen eine ſolche Qual, eine Qual, die ſelbſt, namentlich durch die hoffnungsloſe Ausſicht in die Zukunft, zum Wahnſinn führen mußte— wol auch ſollte.

Der Unglückliche, der ſich gegen einen Freund ausſprechen kann, leidet nur halb, dachte er und ſetzte ſich mit dem Vorſatze neben David, ihn zu der Ergießung ſeines Herzens zu vermögen.

In demſelben Augenblicke fiel ihm aber ein, daß vielleicht gerade die Erinnerung an das erlit⸗ tene Unrecht den Erzähler neu aufreizen, am Ende gar doch eine fire Idee wieder wecken könne.

Aber David war ſo ruhig. Der Arzt hatte