So zog die grüne und bunte Pflanzenfülle an den Seiten hin, ſich immer mehr und mehr ver⸗ engend, bis ſie im Hintergrund zu einer Lauben⸗ maſſe zuſammenwuchs, unter deren Blätterdach eine Quelle des klarſten Bergwaſſers aus dem Geſteine hervorſtrudelte, Friſche und Kühlung ver⸗ breitend.
Neben der QOuelle aber erhob ſich ein keines gefälliges Haus, mehr ein orientaliſcher Pavillon, zierlich in Form und Proportionen und reich an geſchmackvollen Zierrathen.
Mit Entzücken ruhte das Auge auf dieſem Schlußpunkte, der mit ſeinen weißen Flächen und grünen Jalouſien, umweht von erquickender Friſche und umſchattet von der bunten Pracht der üppigſten Natur, der Aufenthalt einer guten Fee zu ſein ſchien.
Dabei herrſchte ringsum eine tiefe Ruhe, die nur durch die lieblichen Töne der befiederten Sän⸗ ger auf das angenehmſte unterbrochen wurde.
David durchſchauderte der ſabbathliche Frieden mit ſtiller Wehmuth; aber ſeine Sehnſucht, ſeine Ungeduld ließen dieſen ſanften Regungen des Her⸗ zens keine Zeit. Er ging raſch einem der ſchattigen Gänge entlang und wollte eben in den Pavillon treten, als ihm eine hohe weibliche Geſtalt den Weg verſperrte.
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