Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

17 Eindrücke der Muſik und Schönheit auch rückwir⸗ kend auf Geiſt und Gemüth, auf Auge und Ohr, die ſicherſten Wege, günſtig auf Beide zu wirken.

Wie die Eindrücke der unſichtbaren Dinge außer uns unter der unmerklichen Bearbeitung des Gei⸗ ſtes Ideen werden, oder ſich als Ideen dem vor⸗ findlichen Homogenen leicht anſchließen; ſo ſchließen auch die Schälle und Tonfolgen, welche uns aus den Grundaccorden der vielſtimmigen Natur zu⸗ fließen, an unſere Empfindung ſich als Empfindun⸗ gen an. Beides unmittelbares Naturband.

Der Geſichts ſinn hat vor dem Gehörſinn Man⸗ ches vvraus, als: das Leichtbewegliche, Unermüd⸗ liche und Leichtzuerneuende.

Das Feinſte, Fruchtbarſte, Prächtigſte kann nur das Licht entwickeln, im Lichte ſich entfalten.

Der Geſichtsſinn gibt glänzende Flächen, lieb⸗ liche Bilder im Raume. Der Verſtand, ſein ewi⸗ ger Freun, miſcht ſich in den blinden Genuß der Anſchauung, ertheilt ihr Sinn, Werth und Leben und macht ſie zu ſüßer Empfindung.

Darin iſt uns aber, wie eben geſagt, auch die Möglichkeit gegeben, rückwärts zu wirken, durch ſüße Empfindungen auf Herz und Verſtand, wobei Licht und Ton unſere Dolmetſcher ſind.

Wahnſinn iſt Verluſt des Selbſtbewußtſeins; durch was Anderes führen wir dieſes aber zurück,