Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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der Freundſchaft und Nothwendigkeit untereinander ſtehen. Er iſt eine Welt im Kleinen, dies lehrt uns vor allen Dingen die Anatomie. Zerlegt nur einen menſchlichen Körper und lernt einmal alle die ſchö⸗ nen Werkzeuge kennen und Ihr werdet mit mir die Weisheit des Schöpfers bewundern.

Ich geſtehe, entgegnete David, mich ekelt an, was todt iſt, ich würde ſchlecht zum Arzte paſſen.

Ihr irrt, fuhr Jener fort, hier iſt nichts Häß⸗ liches. Ich denke mir das Herz klopfend, die Pulſe ſchlagend, das warme rothe Blut, gleich nährenden Strömen, die Adern durchrollend, die Muskeln und Sehnen ſich kräftig bewegend, den ſtarken Knochen⸗ bau, gleichſam der Felſengrund dieſer kleinen Welt, das Ganze tragend. Ich ſehe im Geiſt die Nerven ihre wunderbare heimliche Magie durch den Kör⸗ per verbreiten; die künſtlichen Blaſebälge der Lun⸗ gen ſich mit Luft füllen und die ganze treffliche ſelbſtſtändige Maſchine mit dem köſtlichen Kleide der geſunden Haut bedeckt. Und nehmen wir nun eine Einzelnheit, das Auge zum Beiſpiel; welche tiefe Weisheit künden ſeine Wunder!

Das Auge, die wunderbare Kryſtallſcheibe des inneren Beobachters, ſteht vor Allem oben in der Reihe der Kunſtgebilde des menſchlichen Körpers, erhaben über den anderen Sinnen; wenn auch nicht vorherrſchend, doch ſelbſtſtändig, ſich eigen und höher