13 Federbuſch und knüpfte ein Geſpräch mit ihm an, welches dieſen um ſo wunderbarer berührte, als er daraus ſah, daß ihm der Mann völlig fremd ſei, obgleich es ihm immer vorkam, als müſſe er den⸗ ſelben ſeit Jahren kennen.
Es war das anſpruchsloſe, verſtändige und biedere Benehmen des Fremden, welches David ſo anzog.
Nachdem Beide länger miteinander über ver⸗ ſchiedene Dinge geſprochen, wobei der Fremde Da⸗ vid ſehr genau beobachtete, frug ihn Erſterer in ſichtbarer Verlegenheit nach ſeinem Namen, wor⸗ auf ſich David ihm nannte.
Der Fremde ſchüttelte den Kopf, als ſei er mit ſich ſelbſt über etwas im Zweifel; knüpfte aber das Geſpräch von neuem an und lenkte es auf die Geiſteskranken, welche man hier unter⸗ gebracht.
David konnte nun leicht den Zweck des freund⸗ lichen Mannes errathen, der eben kein anderer war, als ſeinen Geiſteszuſtand zu prüfen.
Er lächelte bitter, ohne ſich jedoch etwas mer⸗ ken zu laſſen; ging aber gern auf eine Unterhal⸗ tung über die verſchiedenen Arten und Abſtufun⸗ gen jener Krankheit ein, die er zu beobachten leider ſeit acht Jahren Zeit gehabt.
Der Fremde, der ſich nachgerade als Arzt zu


